Schutz der Regenwälder

Die Coalition for Rainforest Nations (CfRN) setzt sich als zwischenstaatliche Organisation für den Schutz der Regenwälder und eine nachhaltige Entwicklung in Regenwaldländern ein.

Etwa 10% der weltweiten Treibhausgasemissionen sind auf die Entwaldung zurückzuführen, während Regenwälder gleichzeitig eine wichtige Lebensgrundlage für viele Menschen sind, eine hohe Artenvielfalt beheimaten und eine wichtige Rolle in der Vermeidung der schlimmsten Folgen des Klimawandels spielen können. CfRN vermeidet nach Schätzungen der Initiative Founders Pledge 1 Tonne CO2 für deutlich weniger als 1 Euro.

Das Problem

Wälder sind für die Atmosphäre der Erde von großer Bedeutung. Wachsende Wälder binden und akkumulieren langsam über Jahrzehnte hinweg Kohlenstoff. Intakte Wald-Ökosysteme binden Kohlenstoff in Vegetation und Böden, dienen dem Schutz der Artenvielfalt und stellen für viele Menschen eine wichtige Lebensgrundlage dar. Die Entwaldung z.B. zur Nutzung der Flächen für die Landwirtschaft gefährdet dies und setzt Kohlenstoff in die Atmosphäre frei. Etwa 10% der weltweiten Treibhausgasemissionen sind auf die Entwaldung zurückzuführen.[1] In 2018 sind weltweit 12 Millionen Hektar an Tropenwald verloren gegangen. Das geht aus den Daten des Global Forest Watch hervor.[2] Das entspricht etwa einem Drittel der Fläche Deutschlands. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Brände im brasilianischen Amazonas-Regenwald gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Experten befürchten, dass der Regenwald dadurch einem Kipppunkt näher rückt, an dem eine Umkehr nicht mehr möglich ist und die Landschaft dann eher einer Savanne als einem Regenwald gleicht.[3]

Die Lösung

Die Erhaltung, Wiederherstellung und verbesserte Bewirtschaftung von Tropenwäldern kann einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung der schlimmsten Folgen des Klimawandels und zum Erreichen des 2-Grad-Ziels der Weltgemeinschaft beitragen. Das World Resources Institute, eine führende Umwelt-Denkfabrik, schätzt, dass der Schutz von Regenwälder 23% zu den notwendigen weltweiten CO2-Einsparungen bis 2030 beitragen kann. Gleichzeitig flossen bisher nur weniger als 3% aller Mittel für den Klimaschutz in den Schutz von Tropenwäldern. CfRN setzt sich für einen Mechanismus ein, der armen Ländern finanzielle Anreize bietet, Entwaldung zu vermeiden und damit klimaschädliche CO2-Emissionen zu verringern. Der Mechanismus heißt REDD+ (für „Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation"), auf Deutsch „Minderung von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern".[4] Im Rahmen von REDD+ erhalten Entwicklungsländer eine erfolgsbasierte Kompensation für den Schutz ihrer Regenwälder und für die Vermeidung von Rodungen. Gegenüber projektbasierten Ansätzen, die einzelne Flächen schützen wollen, bietet dieser Ansatz den Vorteil, dass ganze Länder einbezogen sind. Damit wird das Risiko von “Leakage”, also der Abholzung außerhalb des Projektgebiets, reduziert.

Die Wirkung

CfRN hat bei der Schaffung des globalen Abkommens zum Schutz der Regenwälder in den UN-Klimaverträgen eine Schlüsselrolle gespielt. Seit 2005 hat CfRN im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) den REDD+ Mechanismus maßgeblich mit aufgebaut und eingeführt. Die Forstwirtschaft ist der einzige Sektor mit einem eigenen Artikel im Pariser Klimaschutzabkommen von 2015. Inzwischen konzentriert sich die Organisation auf die Umsetzung von REDD+ sowie auf die Aufstockung der öffentlichen und privaten Mittel für REDD+.  Founders Pledge schätzt, dass eine Spende an CfRN 1 Tonne CO2 für rund 0,11 Euro vermeidet. (Innerhalb einer Spannbreite von 2 Cent pro Tonne CO2 unter den optimistischsten Annahmen bis 72 Cent pro Tonne unter den vorsichtigsten Annahmen.) Allerdings weist Founders Pledge auch daraufhin, dass diese Schätzungen sehr unsicher sind. Die Berechnungen können im Detail hier nachvollzogen werden. Insgesamt schätzt Founders Pledge CfRN aufgrund ihres Status als zwischenstaatliche Organisation und der Fähigkeit, internationale Klima- bzw. Forstpolitik zu beeinflussen, als herausragende Spendenmöglichkeit im Bereich Klimawandel ein.

Die Organisation

Die Coalition for Rainforest Nations (CfRN) ist eine zwischenstaatliche Organisation von mehr als 50 Regenwaldländern, die sich für den Schutz der Regenwälder einsetzt, während gleichzeitig Möglichkeiten für den wirtschaftlichen Fortschritt in den Ländern unterstützt werden soll. Gegründet wurde die Organisation 2004 vom Premierminister von Papua-Neuguinea und dem Präsidenten von Costa Rica. Mitgliedsländer von CfRN arbeiten freiwillig an gemeinsam entwickelten Initiativen unter der Leitung des Sekretariats des CfRN mit Sitz in New York. Founders Pledge empfiehlt CfRN als eine von 2 Organisationen im Bereich Klimawandel.

© Coalition for Rainforest Nations
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Die Coalition for Rainforest Nations in den Medien

Evaluierung von Founders Pledge

Zur Webseite der Coalition for Rainforest Nations

Quellen

[1] ↑ Climate Change and Land. Intergovernmental Panel on Climate Change.https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2019/08/Edited-SPM_Approved_Microsite_FINAL.pdf. August 2019. [2] ↑ Mikaela Weisse, Elizabeth Dow Goldman. The World Lost a Belgium-sized Area of Primary Rainforests Last Year. World Resources Institute.https://www.wri.org/blog/2019/04/world-lost-belgium-sized-area-primary-rainforests-last-year. April 2019. [3] ↑ Sarah Gibbens. Rekordwaldbrände im Amazonas: Vorboten der Vernichtung. National Geographic.https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2019/08/rekordwaldbraende-im-amazonas-schueren-angst-vor-waldsterben. August 2019. [4] ↑Michael Wolosin, Nancy Harris. Tropical Forests and Climate Change: The Latest Science. World Resources Institute.https://wriorg.s3.amazonaws.com/s3fs-public/ending-tropical-deforestation-tropical-forests-climate-change.pdf. Juni 2018.

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