Innovative Technologien für Klimaneutralität

Future Cleantech Architects (FCA) ist eine in Nordrhein-Westfalen und Berlin ansässige, gemeinnützige Organisation, die sich aus Deutschland heraus für die Entwicklung hochinnovativer aber bisher vernachlässigter Technologien zur drastischen Reduktion der internationalen Treibhausgasemissionen einsetzt.

Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten die FCA-Experten mit führenden Vertreterinnen aus Forschung, Industrie, Politik und internationalen Organisationen zusammen. Dabei stehen Themenbereiche wie die Verbesserung von Rahmenbedingungen zur klimaneutralen Herstellung von Zement, Stahl oder nachhaltigem Flugbenzin, aber auch grundlastfähige, saubere Energieerzeugung und langfristige Energiespeicherung im Vordergrund. Analysten der Charity-Bewertungsorganisation Founders Pledge schätzen FCA daher als eine der vielversprechendsten Organisationen ein, welche die deutsche und europäische Reaktion auf Klimaschutz-Herausforderungen maßgeblich positiv beeinflussen kann.

Das Problem

Energiebedingte Emissionen in den Bereichen Strom, Verkehr, Wärme und Industrie machen knapp drei Viertel aller weltweit ausgestoßenen Treibhausgase aus.[1] Deswegen müssen die Energiesysteme bis Mitte des Jahrhunderts weitgehend dekarbonisiert werden - sonst können die globalen Klimaziele nicht erreicht werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern der Energiebedarf, basierend auf einer niedrigen Ausgangsbasis, massiv zunehmen wird.  Um bezüglich der Treibhausgasemissionen schnellstmöglich netto null Emissionen zu erreichen ist es jedoch notwendig auch alle industriellen Prozesse zu dekarbonisieren. Dies ist beispielsweise in der Zementindustrie extrem schwierig. Denn selbst wenn die Energie, die für den Prozess der Zementherstellung benötigt wird, klimaneutral erzeugt wird, sinkt das dabei entstehende CO2 nur geringfügig, da es großteilig bei der notwendigen chemischen Reaktion selbst entsteht.[2] Dafür Lösungen zu finden, ist ein stark vernachlässigter und sehr relevanter Bereich auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die Expertinnen vom Weltklimarat (IPCC) gehen davon aus, dass unter anderem wegen dieser schwer zu dekarbonisierenden Sektoren zusätzlich sogenannte negative Emissionen notwendig sind: Beispielsweise innovative Methoden zur CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS), was auch im Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung eine wichtige Rolle spielt.[3] Eine weitere Herausforderung in der Energiegewinnung ist bislang noch die Saisonalität erneuerbarer Energien wie Windkraft und Solarenergie: In Deutschland können Haushalte primär im Sommer von Solarenergie profitieren. Möglichkeiten zur langfristigen Energiespeicherung im großen Stil gibt es allerdings noch nicht.

Die Lösung

Die Future Cleantech Architects sind mit zahlreichen relevanten Akteurinnen aus Industrie, Politik und Gesellschaft vernetzt und fördern in jedem dieser Bereiche aktiv Innovation. Die Mitarbeiter konnten mit ihrer teilweise langjährigen Expertise in sauberer Energiegewinnung bereits die deutsche und europäische Politik beraten und im Klimaschutz auf UN-Ebene wichtige Impulse geben. FCA stellte ihre Einschätzungen beispielsweise 2021 auf der UN-Weltklimakonferenz in Glasgow (COP26) vor, berät EU-Parlamentarierinnen und publiziert Forschungsergebnisse über das Weltwirtschaftsforum. Außerdem hat FCA jüngst eine Preisverleihung gemeinsam mit den UN-Sonderorganisationen UN Climate Change, UNIDO und UNCCD veranstaltet.   Vielversprechende Innovationen begleitet FCA engmaschig und steht beratend zur Seite. Ist FCA überzeugt von einer Idee, vermittelt die Organisation ihre Beobachtungen und ihr Wissen an Entscheider in Politik und Wirtschaft. Im Forschungsbereich hat FCA beispielsweise bereits mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und dem Fraunhofer Institut zusammen gearbeitet, mit dem renommierten Forschungszentrum Jülich ist ein Projekt in Anbahnung.

Die Wirkung

In Europa ist diese Art Innovationsförderung im Klimaschutz vernachlässigt - aber sehr vielversprechend. FCA nimmt hierbei nicht nur auf die politischen Entscheidungsprozesse Einfluss, sondern ist auch selbst als Teil von Forschungsgruppen und gemeinsam mit Unternehmen tätig, um notwendige Innovationen im Bereich Technologie so gut wie möglich zu fördern und Einfluss auf Industrie und Politik zu nehmen.  Beispielsweise arbeitet FCA aktuell gemeinsam mit ThyssenKrupp und dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum an einem Projekt, bei dem Solarenergie und Kohlenstoff-Abscheidung dafür verwendet werden, um die CO2-Emissionen bei der Zementproduktion so niedrig wie möglich zu halten. Damit können die FCA-Experten ihren Erfahrungsschatz direkt der Forschung und Industrie zugute kommen lassen.

Die Organisation

Future Cleantech Architects wurde 2020 von Dr. Peter Schniering im nordrhein-westfälischen Remscheid gegründet. Dr. Schniering hat im Bereich Klimapolitik promoviert und vor der Gründung des Think Tanks die Internationale Energieagentur in Paris beraten sowie das Sekretariat der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen. Er ist im Bereich erneuerbarer Energietechnologien für die Unternehmensberatung Roland Berger tätig gewesen und ist Beiratsmitglied des Weltwirtschaftsforums im Bereich Klimatechnologie. Dr. Schniering und seine Mitarbeiter bei FCA arbeiten eng mit ihrem Expertinnenpanel und einem Beraterstab zusammen; beide Gremien setzen sich aus hochkarätigen Energieexpertinnen, beispielsweise von den Vereinten Nationen oder dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, aber auch aus Unternehmen wie Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) zusammen. Gemeinsam setzen sie sich für mehr und bessere Innovation im Klimaschutz ein, um baldmöglichst Klimaneutralität zu erreichen. Founders Pledge empfiehlt FCA als eine von 3 Organisationen im Bereich Klimaschutz.

Meine Spende

Analyse von Founders Pledge

Zur Webseite von Future Cleantech Architects

Quellen

[1] ↑ Global Historical Emissions. Climate Watch.https://www.climatewatchdata.org/ghg-emissions?breakBy=sector&chartType=percentage&sectors=509. [2] ↑ Dekarbonisierung der Zementindustrie. Umweltbundesamt.https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/dokumente/factsheet_zementindustrie.pdf. 2018. [3] ↑ 1,5 °C Globale Erwärmung. Intergovernmental Panel on Climate Change.https://www.de-ipcc.de/media/content/SR1.5-SPM_de_barrierefrei.pdf. 2018.

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